Persönlichkeiten aus Arenberg und Immendorf

erstellt:        02.01.2016
geändert:    04.03.2017

An dieser Stelle soll (in alphabetischer Reihenfolge) an Persönlichkeiten erinnert werden, die in irgendeiner Weise
mit den Gemeinden Arenberg und Immendorf in Verbindung stehen.
Die Beschreibung eines Teils der hier genannten Persönlichkeiten wurde der Rubrik "Arenberger Köpfe" der Web-Seite
"Arenberg-info.de" von Konrad Weber (KW) aus Arenberg entnommen. Einige dieser Persönlichkeiten waren KW noch
persönlich bekannt, daher das geschilderte große Detailwissen. Für die Zurverfügungstellung der Texte und Fotos herzlichen
Dank.

Da die Rubrik "Persönlichkeiten aus Arenberg und Immendorf" nach und nach erweitert und vervollständigt werden soll,
wäre ich für die Benennung weiterer Persönlichkeiten - ggf. mit Bild - sehr dankbar.
Elfriede Böhm

Johann („Schang“) Eibel * 02.05.1889   +13.11.1968
Es war Johann Eibel, der als viertes von neun Kindern am 2. Mai 1889 in Oberlahnstein geboren wurde, nicht an der Wiege gesungen, dass er später einmal der erste demokratisch gewählte Bürgermeister von Immendorf werden sollte.
Als sein Vater sehr früh starb, trug er als Zehnjähriger mit seinen älteren Geschwistern bereits mit zum Lebensunterhalt der Familie bei, übernahm also schon früh Verantwortung. Nach der Schule lernte er den damals zukunftsorientierten Beruf des Modellschreiners, den er – nach abgeleistetem Militärdienst - auch als Geselle weiter ausübte, bis er in den 1. Weltkrieg ziehen musste. Danach hatte sein Arbeitgeber nur eine sehr dünne Auftragslage, weshalb er in den Dienst der Stadt Oberlahnstein als Polizeiwachtmeister eintrat.
1920 heiratete er die Immendorferin Magdalena Böhm und zog 1924 mit ihr und den drei bereits vorhandenen Kindern - insgesamt wurden es sechs - nach Immendorf, wo er sich als Modellschreiner selbständig machte. Aufgrund seiner Weigerung, während des Dritten Reichs in die NSDAP einzutreten, galt er nach dem 2. Weltkrieg als unbelastet und wurde am 04.01.1946 durch die franz. Militärregierung zum kommissarischen Bürgermeister ernannt. Bereits in dieser Funktion, kritisierte er öffentlich und sehr deutlich die Requirierung der einzigen noch verbliebenen Kuh der Familie Wölbert durch den franz. Kommandanten Romer. (Wölberts hatten noch in den letzten Kriegstagen den Verlust des Familienvaters zu beklagen, und die Mutter stand mit ihren vier Kindern alleine da.) Seine heftig geäußerte Kritik an dieser Requirierungsaktion brachte Johann Eibel zwar heftige Prügel des französischen Kommandanten ein, aber wohl auch das Vertrauen der Immendorfer Bevölkerung, denn am 22.09.1946 wurde er in der ersten demokratischen Wahl nach dem Krieg von den Immendorfern zum Bürgermeister gewählt und am 11.10.1946 vereidigt. Darüber hinaus wurde er am 13.10.1946 in die Kreisversammlung Koblenz-Land gewählt und gehörte neben Peter Altmeier und Dr. Boden dem Kreistag bis 1956 an.  
Foto: 1949, zur Verfügung gestellt von seinem Enkel Helmut Bach

Peter Anton "Toni" Heil   *29.09.1914    + 15.12.2013

Auf Toni Heil schaute die Immendorfer Bevölkerung mit großem Respekt. Als gelernter Zimmermann kannte er sich mit vielerlei handwerklichen Arbeiten bestens aus. Beim Bau vieler Häuser im Dorf stand er mit Rat und Tat zur Seite. Er stellte seine Fähigkeiten immer wieder gerne und über viele Jahrzehnte planend und zupackend der Allgemeinheit zur Verfügung. Dies galt für die komplizierten Versuche, die kleinteiligen Steinchenmosaike an einigen Grotten der Pfarrer-Kraus-Anlagen zu retten ebenso, wie für seinen nachdrücklichen Kampf um die Errichtung der Immendorfer Grillhütte an der Schwabs-Mühle, für den Bau einer Bühne für die Mehrzweckhalle an der Grundschule und für viele andere Projekte. 
Den Platz an der erwähnten Grillhütte pflegte er akribisch fast bis zu seinem 99. Lebensjahr (!). Seine Arbeit hatte immer "Hand und Fuß", sein Rat war gefragt, seine Hilfe hochwillkommen und in "seinem" Wald war er die unangefochtene Respektsperson.
Aus Dankbarkeit wurde am 29. Sept. 2014, seinem 100. Geburtstag, die Immendorfer Grillhütte im Beisein von Abordnungen aller Ortsvereine und vieler Menschen aus Immendorf feierlich auf den Namen "Tonis Hütte" getauft.

Am 05. Dez. 2016 brennt in den frühen Morgenstunden der linke Teil von "Tonis Hütte", vermutlich durch Brandstiftung. Schlimmeres kann die von den zu früher Stunde im Wald anwesenden Jägern herbeigerufene Feuerwehr verhindern. Nur einen Tag später muss die Feuerwehr erneut wegen eines Brandes in Tonis Hütte anrücken. Der Verdacht auf Brandstiftung erhärtet sich dadurch. Man kann nur hoffen, dass die Ermittlungen erfolgreich sind.     Foto: Konrad Weber

 

Walter A. Küchenhoff   *03.01.1915   + 29.04.1996

Walter A. Küchenhoff wurde am 03.01.1915 in Göttingen geboren. Hier besuchte er von 1922 bis 1932 nacheinander die Volksschule und die Mittelschule mit dem Abschluss der Mittleren Reife. Bereits in dieser Zeit fesselten ihn die verschiedenen Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung, und er fertigte Aquarelle und Ölbilder für Freunde und Bekannte an. Da diese frühen Werke unwiderruflich für ihn verloren waren, interessierte er sich zunehmend für Drucktechniken und wollte eigentlich Lithograph werden. Sein Vater versagte ihm jedoch eine künstlerische Laufbahn und so begann er nach dem Schulabschluss eine “solide” Lehre als Feinmechaniker an der Universitäts- sternwarte Göttingen, die er 1936 als Facharbeiter abschloss. Noch 1936 trat er als Soldat in die Wehrmacht ein. Im 2. Weltkrieg war er in Frankreich und Russland eingesetzt und geriet 1944 in britische Gefangenschaft, aus der er zwei Jahre später entlassen wurde.
Beim Bundesbahnzentralamt Minden nahm er 1946 eine Tätigkeit als Techniker im Prüfwesen auf, die er bis 1962 ausübte. Bereits ab 1946 fing er an, seiner künstlerischen Begabung durch Hinwendung zum Holzschnitt, zur Monotypie und Collage Ausdruck zu verleihen. 1948 heiratete er Lotte Behrends (aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor). Nach dem Umzug nach Minden 1950 ermöglichte ihm eine künstlerische Ausbildung bei Rose Dietrich 1956 die Aufnahme in den Bundesverband bildender Künstler (BBK) in Nordrhein- Westfalen. Mit der Teilnahme an verschiedenen Ausstellungen in Bielefeld, Hannover und Minden begann seine Laufbahn als Künstler.
Aus beruflichen Gründen wechselte Küchenhoff 1962 zum Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz, wo er bis zu seinem Ausscheiden 1978 als Technischer Angestellter beschäftigt war. Seit 1965 wohnte er mit seiner Familie im Stadtteil Immendorf. In Koblenz wurde er Mitglied des BBK Rheinland-Pfalz und der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler (AKM). Nach der Verrentung beschäftigte er sich als freiberuflicher Holzschneider und Graphiker. Wichtige Motive für seine Arbeiten fand er in Koblenz und Umgebung und auf vielen Auslandsreisen, vorzugsweise in Frankreich. Insbesondere reizten ihn Blickwickel, die mit der Kamera schlecht einzufangen waren. Seine bevorzugten Arbeitsgebiete waren ein- und mehrfarbige Holz- und Linolschnitte im Handdruckverfahren, in denen besonders die Farben zur Stimmung beitrugen.

In seinem kleinen “Kelleratelier” in Immendorf schuf Küchenhoff den größten Teil seiner Werke. Hier arbeitete er mit den verschiedensten Materialien, Werkzeugen und Farben. Er liebte es, mit unterschiedlichen Hölzern oder mit Linoleum zu experimentieren. Mit vielen seiner Bilder schaffte er es, die ungewohnte Seite der Stadt Koblenz ohne romantische Klischees einzufangen. Ein besonderes Interesse widmete er historischen Bauten, deren Abriss bevorstand. Von 1982 bis 1986 schuf er sein gewaltigstes Kunstwerk, die großformatige “Chronik der Stadt Koblenz” in zehn Bildern, auf denen er die 2000-jährige Geschichte abbildete. Das gesamte Werk übergab der Künstler 1992 der Stadt Koblenz anlässlich der 2000-Jahrfeier. Auch in Immendorf fand er Motive für seine ab 1990 bis 1994 entstandenen Graphiken “Dorfplatz“, “Haus J. Nell”, “Ringstr. Nr. 101”, “St. Erasmus” (siehe nebenstehende Abbildung) und “Waldfestplatz Schwabsmühle”.
Neben der Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen wie “form + farbe” im Künstlerhaus Metternich sind besonders die Einzelausstellungen im Mittelrhein-Museum in Koblenz (1981) und in der Galerie “Hinter Lenchens Haus” in Bendorf (1990) hervorzuheben.
Walter A. Küchenhoff verstarb am 29.04.1996 in Koblenz. Die große Anzahl seiner Werke zeigt, dass er als ein von seiner Kunst besessener Meister des Holzschnitts in seiner Liebe zu Koblenz, zu Europa und zur Gegenwart gelebt hat. Das Mittelrhein-Museum würdigte das Schaffen des Künstlers durch Kabinettausstellungen mit der “Retrospektive Walter Küchenhoff” (2011) und “Zum 100. - Walter Küchenhoff und seine Sicht auf Koblenz” (2015).
  Text und Bildmaterial wurden von Tochter Astrid Eichhorn zur Verfügung gestellt.
 

Prof. Dr. Wolf Lepenies    * 11.01.1941 in Ostpreußen

ist ein deutscher Soziologe, Wissenschaftspolitiker und wissenschaftlicher Schriftsteller sowie emeritierter Professor der Freien Universität Berlin. Einen Teil seiner Jugend verlebte er in seinem elterlichen Haus in Immendorf (Kunzenbornstraße). Über seine Zeit in Koblenz und in Immendorf schreibt er: "Als Schüler habe ich wohl nur die Zeit in der Oberprima in Immendorf verbracht, das muss 1959/60 gewesen sein. Meine Eltern hatten mit uns - meiner Schwester und mir - unter sehr beengten Verhältnissen im Rauental, in der Sauerbornstr. gewohnt. Dass sie es schafften, sich in Immendorf ein schönes Haus mit großem Garten zu bauen, bedeudete ihnen sehr viel. Es versöhnte mit der Einsicht, nie mehr in die ostpreußische Heimat zurückkehren zu können. Ich war aber nach dem Abitur noch oft in Immendorf, ich hatte mich für 2 Jahre zur Bundeswehr verflichtet und war in Niederberg beim Panzerjäger Btl 152 stationiert. Auch nach der Heeresoffiziersschule bin ich wieder nach Niederberg zurückgekehrt - und damit nach Immendorf. Immendorf war auch der Ort, in dem unsere beiden erstgeborenen Kinder, Julia und Phlipp, Zeit mit ihren Großeltern verbrachten, wobei für beide der große Schäferhund Brando und für Philipp das Luftgewehrschießen mit dem Großvater besonders attraktiv war. Meinen Eltern ist es unendlich schwer gefallen, das Haus aufzugeben, um in den Seniorenwohnsitz auf der Humboldthöhe in Vallendar umzuziehen ..."
Nach dem Abitur, das Wolf Lepenies im Koblenzer Eichendorff- Gymnasium machte, studierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Soziologie und Philosophie. 1967 wurde er promoviert. 1970 habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin. 1984 wurde er an das Wissenschaftskolleg zu Berlin berufen und zum ordentlichen Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin ernannt. Er ist u. a. Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der American Academy of Arts and Sciences, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Academia Europaea (London), des Aspen Institute (Berlin), der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften und der Königlich Schwedischen Gelehrsamkeits-, Geschichts- und Antiquitätenakademie (beide Stockholm) und Ehrensenator der Deutschen Nationalstiftung. 1994 erhielt er die Ehrendoktorwürde an der Sorbonne (Paris) und ist Offizier der französischen Ehrenlegion. Für seine wissenschaftlichen und literarischen Arbeiten erhielt er viele nationale und internationale Preise, u. a. den Kulturpreis der Stadt Koblenz, den Joseph-Breitbach-Preis und den Friedenspreis des Dt. Buchhandels. Einen seiner letzten offiziellen Besuche stattete er Koblenz anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Volkshochschule Koblenz ab und hielt dort den Festvortrag zum Jubiläum mit dem Titel "Arbeit, Wissenschaft, Bindung". - Heute lebt Wolf Lepenies in Berlin.
Foto: privat

Hans Marx    * 29.04.1912    + 08.12.2004
Hans Marx war ein äußerst kreativer Mann mit vielfältigen Begabungen, unter anderem als Musiker, Dirigent, Chorleiter, Regisseur, Organist und Elektroniker ist er aus dem Arenberger Kulturleben nicht wegzudenken. Nach dem 2. Weltkrieg, leitete und dirigierte er den Männergesangverein "Moosröschen" und den Kirchenchor. Auch als passionierter Organist ist er vielen Arenbergern noch in lebhafter Erinnerung.
Im Russlandfeldzug verlor er seine rechte Hand, ein hartes Schicksal für einen Musiker und Pianisten. Das hinderte ihn aber nicht, die alljährlich stattfindenden Theateraufführungen in der Weihnachtszeit im Jugendheim zu inszenieren. Unvergessen ist mir eine Aufführung des "Freischütz", Blitz und Donner in der Wolfsschlucht mit einer Blechtafel, oder die stimmungsvolle Beleuchtung, entstanden unter seiner Regie und Anleitung. Damals gab es keine Dimmer (die Halbleiter waren noch nicht erfunden). Er löste das Problem mit Tonkrügen aus dem Kannenbäckerland, die mit Salzwasser gefüllt waren. Zum Dimmen wurde ein Kupferstab in die "Brühe" getaucht und je nach Eintauchtiefe konnte man stimmungsvolles Licht in allen Farben auf der Bühne schaffen. Hier habe ich den ersten Kontakt und erste Erfahrungen mit Elektronik sammeln können, weil ich als  "Beleuchter" fungierte. Die technische  Anordnung war lebensgefährlich, für eine TÜV Abnahme weniger geeignet. Wochenlang wurde geprobt und einstudiert, Hans Marx, im sprichwörtlichen Sinne "Hans Dampf in allen Gassen", war immer dabei. Dank seiner Arbeit waren die Theateraufführungen der Höhepunkt des Jahres und ein großer Erfolg, denn Fernsehen gab es noch nicht. Auch die künstlerische Gestaltung und die Auswahl  des Liedgutes der traditionellen Dreikönigsbälle des MGV Moosroschen in den ersten Nachkriegsjahren lag in seinen bewährten Händen. An dieser Stelle sei Hans Marx für seine Arbeit gedankt.
-  Text: Konrad Weber  Foto: zur Verfügung gestellt von Tochter Anita Marx

Helmut Reckter * 24.11.1933 in Arenberg  +10.03.2004 in Chinhoyi / Simbabwe

Helmut Reckter, Sohn des Arenberger Friseurs Reckter, besuchte von 1940 bis 1946 die Volksschule in Arenberg . Dann wechselte er auf das Görres-Gymnasium in Koblenz. Nach seinem Abitur 1954  studierte er zunächst 5 Semester Theologie am Priesterseminar in Trier. Von dort trat er in den Jesuitenorden ein und absolvierte sein Noviziat von 1956 bis 1958. Von 1958 bis 1962 studierte er Philosophie in München-Pullach.
Danach schloss sich ein Praktikum in der Jesuiten-Mission Sinoia in Rhodesien, Afrika  an. Dort wurde er  als Schulpräfekt in Missionsschulen
für afrikanische Schüler im Unterricht eingesetzt. Nach seinem Praktikum kam er nach Europa zurück und studierte in Dublin/Irland weiter Theologie und wurde dort 1964 zum Priester  geweiht. 1966 kehrte er  in die Jesuiten-Mission Sinoia als Priester zurück  und wurde 1969 zum Regionalsuperior der Deutschen Jesuiten in Rhodesien ernannt. 1970 erfolgte dann die Ernennung zum Episkopalvikar für die Sinoia-Mission.
(Rhodesien erreichte inzwischen seine Selbständigkeit. Aus Rhodesien wurde
Simbabwe und aus dem Missionsstädtchen Sinoia wurde Chinhoyi.) Die Mission Chinhoyi wurde 1985 zum Bistum ernannt und Präfekt Helmut Reckter wurde am 5. Januar 1986 zum ersten Bischof von Chinhoyi  geweiht. Sein Heimatbistum Trier entsandte Weihbischof Leo Schwarz zur Teilnahme an der Weihe. Das Bistum Chinhoyi ist flächenmäßig etwa so groß wie ganz Rheinland-Pfalz und die Beneluxstaaten zusammen. Nach jahrelanger erfolgreicher Tätigkeit verstarb Bischof H. Reckter am 10. März 2004 mit 70 Jahren in Chinhoyi an einem Herzversagen.     
Text und Bild wurden von seinem Bruder Hans-Gerd Reckter zur Verfügung gestellt.
 

Clemens Theis * 07.05. 1923 in Koblenz

Clemens Theis verfasste mehrere Publikationen, unter anderem "Sie lebten in unserer Mitte", worin er das Leben der Immendorfer und  Arenberger Mitbürger jüdischen Glaubens und deren Schicksal während der totalitären Schreckensherrschaft der Nazis eindringlich beschreibt. Seine "Sendprotokolle von Pfarrer Kraus" im Pfarrbrief "Der Nikolausbote", sind vielen Menschen unserer beiden Gemeinden noch in lebhafter Erinnerung. Als excelenter Kenner des Pfarrarchivs hat er der Pfarrgemeinde das Schaffen und das große Werk von Pfarrer Johann Baptist Kraus nähergebracht. Er engagierte sich 1983 als Gründungsmitglied des "Fördervereins Pfarrer-Kraus-Anlagen Arenberg-Immendorf" bei der Rettung und Gestaltung der "Anlagen". Seine viel beachtete Publikation "Oben am Berg" beschreibt die Geschichte Arenbergs und deren Entwicklung bis in die jüngste Zeit. Clemens Theis hat sich um Arenberg verdient gemacht, für seine unermüdliche Arbeit und sein Engagement als Heimatforscher sei ihm an dieser Stelle gedankt.

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Text und Foto: Konrad Weber